Tag 9
Heute haben wir verschlafen und stehen erst um halb neun auf. Das Wetter ist gut, es ist immer noch sehr windig.
Abfahrt ist erst um12 Uhr, weil wir einen ausgiebigen Klönschnack mit den Platznachbarn machen. Der Kater mault ein paarmal, wann es den endlich losgeht und schließlich legt er sich frustriert ins Bett. Ziel ist der Campingplatz am Hardausee 10 Kilometer südlich von Ülzen.
Wir fahren durch Rühstädt, Storchendorf des Jahres 1996. Hier gibt es viele Nester auf den Dächern und die meisten sind tatsächlich belegt.
Hinter Wittenberge kurz vor der Fähre Schnackenburg sehen wir ein Schild "Kein Fährbetrieb". Ich fahre trotzdem zum Anleger, weil wir dort eine Pause machen wollen. Die Fähre fährt doch - niemand hatte Lust, das Schild wegzuräumen.
Die Fähre ist dem Kater zu unheimlich, vielleicht, weil sie einen dröhnenden Motor hat oder weil es zuviel Wasser um uns herum gibt? Er verschwindet unter dem Bett.
Um 3 sind wir auf dem Campingplatz am Hardausee und finden eine schöne Stellfläche am Rand. Der Kater hat die 3 Stunden im Fahrzeug ohne Murren überstanden und zieht hier sofort kreuz und quer über den Platz. Ich mache gleich einen kleinen Spaziergang mit ihm, danach bewegt er sich 2 Stunden frei, was Karin immer noch sehr unruhig macht, denn er ist sofort im dichten Gestrüpp neben unserem Auto verschwunden. Aber er taucht bald wieder auf und dann drehen Karin und ich noch eine große Runde, die Bernstein brav mitmacht. Danach ist er sichtbar erschossen.
Wetter hier: es hat sich zugezogen, es riecht stark nach Regen, aber es bleibt trocken und es ist dabei warm.