Tag 39
Heute ist das Wetter wieder wie gewohnt: viel Sonne, wenig Wolken und warm. Ich nehme an, dass das Wetter in der Steinzeit ähnlich war, denn sonst hätten unsere heutigen Ziele nicht entstehen können: die Megalithen von Carnac.
Aus Wikipedia: "Carnac (bretonisch Karnag) ist eine französische Gemeinde an der Atlantikküste mit 4260 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie ist berühmt für ihre mehr als 3000 Menhire, die zu Steinreihen (französisch Alignements) gruppiert sind. Auch die Steingehege der Bretagne und etliche Großsteingräber (Dolmen) liegen nahe dem Ort. ... Die Steinreihen bilden die Gruppen von Kerlescan, Le Menec und Kermario. Die Reihen sind über drei Kilometer lang und enthielten ursprünglich über 3000 Steine, die zwischen 0,5 und 4,0 m hoch sind. Die größten Steine befinden sich immer am westlichen Ende. Das ursprüngliche Ausmaß betrug vermutlich 8 km."
Wir haben mit diesen Ausmaßen nicht gerechnet und sind überwältigt. Diese Karte gibt einen Anhalt von der Anlage, die grauen Felder sind die Steinreihen:

Und jetzt die Bilder dazu:









Dies war ein Feld und davon gibt es insgesamt drei auf einer Strecke von 6 Kilometern! Eine echt steinige Gegend ...
Für die Beantwortung der naheliegenden Fragen haben die Franzosen eine ArtInfozentrum, das Maison des Megalithes an das westliche Ende gesetzt. Hier ist die Haltestelle für die Besichtigungszüge und hier gibt es einen Film über die Megalithen zu sehen und Fotografien eines Fotopioniers, der die Anlagen schon vor mehr als 100 Jahren mit der Kamera erfasst hat. Sehr interessant. Und natürlich gibt es dort auch die unvermeidlichen Souvenirs.








Und dann gibt es noch den Tumulus unter der Kirche Sankt Michael. Aus Wikipedia: "Der Tumulus St. Michel ist der größte künstlich errichtete Erdhügel Frankreichs (Länge 125 m, Breite 60 m, Höhe etwa 10 m). Er enthält eine Anzahl von Steinkisten und einen Dolmen, die mittels Tunnel zu besichtigen waren. Da die Hügelschüttung durch die Grabungen instabil wurde, sind die Tunnel inzwischen für die Öffentlichkeit gesperrt. Auf der Spitze des Grabhügels befindet sich eine Kapelle für den Erzengel Michael und ein Steinkreuz. Von hier hat man eine gute Aussicht über den Golf von Morbihan."






Auf dem Parkplatz an der Kirche beobachten wir einen Fink, der einen Autospiegel malträtiert. Der Vogel ist offensichtlich jung und kennt noch nicht sein Spiegelbild, deshalb greift er den vermeintlichen Nebenbuhler an:


Wir fahren zum Einkaufen, denn die Pfingstfeiertage gibt es auch in Frankreich. Das macht sich auf der Autobahn so bemerkbar:

Anschließend suchen wir beim Bäcker nach Brot, aber es gibt wieder nur Luft in Brotform ...
Unser heutiger Campingplatz liegt am Rande der Flächen, wo aus Seewasser das berühmte Sel de Mer gewonnen wird, das dann allen möglichen und unmöglichen Stoffen des täglichen Lebens zugemischt wird, um den geneigten Geldausgeber dazu zu bewegen, für's Image viel mehr Geld für ein paar Krümel Salz abzudrücken. Aber dazu morgen mehr ...




Dann habe ich noch eine neue Pflanze gefunden, von der ich gern wüsste, was es ist:



Und zum Bild vom vermutlichen Waschtrog habe ich noch ein weiteres Bild gefunden auf diesem Campingplatz:
