Tag 19
mit UpdateWieder Sonne, immer noch viel Wind und kühler Nordwestwind.
Karin geht es etwas besser, sie kann sogar schon wieder duschen gehen. Ich mache den Wagen fertig und wir fahren weiter. Erstes Ziel ist die 2,5 Kilometer lange Mole in Holyhead mit ihrem Leuchtturm am Ende. Die Karte stimmt ausnahmsweise mal nicht und wir landen in einer Sackgasse. Als wir da wieder raus sind und den richtigen Weg zur Mole finden, entpuppt sich der große Parkplatz als "Privatgelände". Egal, wir finden eine Abstellmöglichkeit für unser Womo und ich gehe zur Mole.


Das verfallene Gebäude ist anscheinen der Palastteil eines Forts, das einen Fläche von etwa einem Hektar einnimmt. Ich konnte zu diesem Fort nichts im Internet finden. Jedenfalls nicht auf die Schnelle ...
Update
Ich habe jetzt gefunden, was das für ein Bauwerk war: Soldier's Point House. Die Geschichte kannst Du auf dieser Seite nachlesen (ist eine ähnliche Seite, wie Lostplaces).


Hinter der großen Halle ist auch wieder altes Gemäuer zu sehen. Ich sehe da mal über die Mauer:








Der Ort bei Wikipedia: "Holyhead [ˈhɒlihɛd] (walisisch Caergybi [kɑːɨrˈɡəbi], „die Feste von St. Cybi“) ist eine kleine Stadt und Community in der britischen Grafschaft Anglesey vor der walisischen Küste. Obwohl Holyhead mit 11.237 Einwohnern (Zensus 2001) die größte Stadt des Countys ist, ist es nicht die Hauptstadt des Gebiets. Die Stadt liegt auch nicht auf der Insel Anglesey, von der sich der Name der Grafschaft ableitet, sondern auf Holy Island (Ynys Gybi), einer Insel, die mit Anglesey über die Four Mile Bridge und das Stanley Embankment verbunden ist.
Auch als Hafen hat Holyhead eine lange Geschichte. Es gibt Belege dafür, dass Menschen schon seit über 4000 Jahren zwischen Holyhead und Irland segelten. Eine besonders starke Bedeutung als Hafen kam dem Ort dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu, als Thomas Telford die Poststraße von Holyhead nach London anlegte, über die dann die Post von und nach Dublin transportiert wurde. Durch den Bau der Bahnlinie von London nach Liverpool verlor Holyhead diese Funktion 1839 allerdings vorläufig an den Hafen von Liverpool, konnte sie allerdings 1850 nach Fertigstellung des Chester and Holyhead Railways und des Bahnhofs von Holyhead wiedergewinnen. ... Die Bedeutung der Stadt erreichte, ebenfalls im 19. Jahrhundert, ihren Höhepunkt, als hier ein Wellenbrecher gebaut wurde, um Schiffen, die auf ihrem Weg nach Liverpool oder Lancashire in stürmische See geraten waren, einen sicheren Hafen bieten zu können. "




Wir fahren zurück und ich halte am kleinen maritimen Museum Holyhead, das sich zum größten Teil in einem ehemaligen Rettungsboots-Schuppen befindet. Ergo ist das Hauptthema Schiffbruch und Rettung. Es gibt eine ansehnlich Sammlung der Rettungsboote, die hier beheimatet waren. Ganz früher noch große Ruderboote mit Besegelung, bei deren Anblick man sich fragt: "damit sind die echt bei wütendem Sturm noch rausgefahren?"








Und weil es Karin immer noch nicht gut geht, fahren wir zurück auf die Insel Anglesay und quartieren uns auf dem Campingplatz Cae Mawr Club Campsite ein. Hier ist alles, wie es sein sollte. Es gibt eine streunende schwarze Katze (max 3,5kg), die uns stark an unsere Mona erinnert und unsere Stellplatz-Nachbarn fahren mit einem Papagei durch die Lande. Also alles ganz normal ...







Morgen fahren wir voraussichtlich weiter, es gibt hier noch ein Miniaturdorf. Sowas hatten wir doch schon mal? In Dänemark? Mal sehen ....